RICHTLINIEN Regelungen für die Teilnahme am Lehrgang und die abschließende Zertifikatsprüfung „Sicherheitskraft Handel (DSA)“

1. Ziel des Lehrgangs

Die Teilnahme am Lehrgang „Sicherheitskraft Handel (DSA)“ dient dem Erwerb der nachfolgend aufgeführten Kenntnisse und Fertigkeiten:

Modul I (40 Unterrichtsstunden)

  • Handelsspezifische Kenntnisse,
  • Anwendung von Rechtsvorschriften auf Sicherheitsdienstleistungen im Handel

Modul II (40 Unterrichtsstunden)

  • Basiskenntnisse (Sicherheitstechnik, Bargeld- und Beleglogistik, organisatorische Maß-nahmen),
  • Vorbereitung der Tätigkeit
  • Delikte zum Nachteil von Handelsunternehmen, Kunden und Dritten
  • Tätergruppen
  • Ablauf der Feststellungsbearbeitung bezogen auf die Tätergruppen.

2. Zulassungsvoraussetzungen zur Teilnahme am Lehrgang

Am Lehrgang kann teilnehmen, wer folgendes nachweist:

  • den Nachweis des Unterrichtungsverfahrens oder der Sachkunde gem. § 34a GewO

sowie

  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens dreimonatige Berufspraxis als Einzelhandelsdetektiv / shopguard oder eine mindestens dreijährige Berufspraxis, von der mindestens sechs Mo-nate als Einzelhandelsdetektiv / shopguard abgeleistet sein müssen.

oder

  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung als Fach- bzw. Servicekraft für Schutz und Sicherheit

Zur Teilnahme am Lehrgang kann ebenfalls zugelassen werden, wer durch Vorlage von Zeugnis-sen nachweist oder auf andere Art und Weise glaubhaft macht, dass er Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen erworben hat, die eine Teilnahme rechtfertigen. Über das Vorliegen der Zulas-sungsvoraussetzungen entscheidet die DSA im Einzelfall.

Grundsätzliches Mindestalter zur Teilnahme am Lehrgang: 21 Jahre. Ausnahmen sind nur in be-gründeten Einzelfällen (Härtefall) möglich.

3. Zulassungsvoraussetzung zur Teilnahme an der Zertifikatsprüfung

Die Zertifikatsprüfung darf ablegen, wer mindestens 80 % des Präsenzunterrichts absolviert hat, d.h. mindestens 64 von 80 Unterrichtsstunden.

4. Gliederung, Inhalt und Zeitpunkt der Zertifikatsprüfung

  • Die Zertifikatsprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse.
  • Der Prüfungsteilnehmer soll im Rahmen zweier schriftlicher Modulprüfungen nachweisen, dass er diese Themenbereiche beherrscht und praxisgerecht anwenden kann.
  • Die Modulbereiche gliedern sich in die Inhalte der zwei Unterrichtsmodule gemäß 1.
  • Die beiden Modulprüfungen werden unmittelbar im Anschluss an das jeweilige Unter-richtsmodul des Lehrganges durchgeführt.
  • Die Dauer der Modulprüfungen betragen jeweils 60 Minuten.
  • Die jeweiligen schriftlichen Modulprüfungen enthalten mindestens 10 Fragen einschließ-lich Unterfragen.
  • Im Rahmen der Zertifikatsprüfung von Modul 1 und Modul 2 sind jeweils 50 Punkte er-reichbar.

5. Bestehen der Zertifikatsprüfung

Die Zertifikatsprüfung ist insgesamt bestanden, wenn in beiden schriftlichen Modulprüfungen mindestens ausreichende Leistungen (mindestens 25 von 50 möglichen Punkten) erzielt wurden.

6. Wiederholungsprüfungen

Eine Zertifikatsprüfung, die nicht bestanden ist, kann zwei Mal wiederholt werden.

Haben Prüfungsteilnehmer/innen bei nicht bestandener Zertifikatsprüfung in einer Modulprüfung mindestens ausreichende Leistungen erbracht, so ist diese, auf Antrag des Prüfungsteilnehmers nicht zu wiederholen, sofern sich der Prüfungsteilnehmer innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der Beendigung der nicht bestandenen Zertifikatsprüfung an, zur Wiederholungsprü-fung anmeldet.

7. Gültigkeit

Die Richtlinien gelten in der Fassung vom 1.3.2017 auf unbestimmte Zeit. Änderungen bedürfen der Schriftform

Bad Homburg, den 1.3.2017

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